Die Ölpreise starten am Montag mit Abschlägen in die Woche, entlastet durch die ersten Signale aus den Gesprächen zwischen Washington und Teheran. Obwohl beide Seiten weiterhin feste Positionen vertreten, verringert allein der begonnene Dialog die Sorgen der Anleger vor möglichen Versorgungsunterbrechungen im Nahen Osten.
Nach den Treffen in Maskat bezeichnete der iranische Präsident die Gespräche als einen „Schritt nach vorn“. Auch wenn die Spannungen bestehen bleiben – da Teheran erneut auf seine Vergeltungsfähigkeiten im Falle eines Angriffs verwies –, beruhigt die Aussicht auf eine Fortsetzung der Verhandlungen (möglicherweise noch in dieser Woche) das Geschehen an den Finanzmärkten. Die geopolitische Risikoprämie, die die Kurse zuletzt stützte, lässt somit allmählich nach.
Parallel dazu hinterfragt der Markt weiterhin, ob Indien sein neues Abkommen mit den USA zum Stopp russischer Ölimporte tatsächlich umsetzen kann. Zudem wird die Woche von den Monatsberichten der großen Energieagenturen (EIA, OPEC und IEA) geprägt, die eine genauere Einschätzung der globalen Angebots- und Nachfragelage für die kommenden Monate liefern werden.
Insgesamt beginnt die Woche auf einer sehr positiven Note. Die Entspannung an den Weltbörsen führt zusammen mit einem stärkeren Euro und Franken gegenüber dem Dollar zu sinkenden Heizölpreisen am Montagmorgen im Vergleich zu Freitag.

