Heizöl-Info vom 6. Februar

Die Ölpreise ziehen am Freitagmorgen leicht an, während sich alle Blicke auf Maskat im Oman richten. Dort beginnen heute die Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Der Ausgang dieser Verhandlungen wird bestimmen, wie sich die geopolitische Risikoprämie vor dem Wochenende entwickelt.

Der Markt ist derzeit hin- und hergerissen: Einerseits sorgt die Hoffnung auf Deeskalation für sinkende Preise, andererseits könnte ein Scheitern der Gespräche die Kurse sofort wieder hochtreiben. Parallel dazu hat Saudi Aramco seine Preise für März angepasst: Während die Preise für Europa und die USA sinken, steigen sie für sehr leichte Rohölsorten nach Asien leicht an – ein Zeichen für eine robuste Nachfrage in dieser Region.

Auf diplomatischer Ebene führten die Gespräche in Abu Dhabi zwischen der Ukraine, Russland und den USA zu einem weiteren Gefangenenaustausch, doch ein Friedensabkommen wird kurzfristig nicht erwartet. Damit dürften die Sanktionen gegen den russischen Ölsektor vorerst bestehen bleiben. Für die kommende Woche wartet der Markt zudem auf die Monatsberichte von IEA, OPEC und EIA, um die globale Marktlage besser einschätzen zu können.

Der am Donnerstagnachmittag verzeichnete Preisrückgang an den Weltbörsen wird durch die Erholung am heutigen Morgen kompensiert. Infolgedessen bleiben die Heizölpreise im Vergleich zum Vortag stabil.