Heizöl-Info vom 4. Februar

Die Ölpreise ziehen am Mittwoch wieder an, getrieben von neuer Nervosität im Nahen Osten. Nachdem der Markt zu Wochenbeginn Anzeichen einer Entspannung zeigte, haben zwei militärische Vorfälle zwischen den USA und dem Iran die geopolitische Lage schlagartig wieder verschärft.

Im Arabischen Meer schoss ein US-Kampfflugzeug vom Typ F-35C eine iranische Drohne ab, die sich dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln aggressiv genähert hatte. Zuvor hatten im Persischen Golf bewaffnete iranische Schnellboote versucht, den amerikanischen Öltanker Stena Imperative in der Straße von Hormus abzufangen, bis ein US-Kriegsschiff einschritt. Obwohl Washington betont, dass die für Freitag geplanten Gespräche (die Berichten zufolge von Istanbul nach Oman verlegt werden könnten) weiterhin stattfinden sollen, ließen diese Reibereien die Risikoprämie an den Weltbörsen sofort wieder steigen.

Zusätzlich verstärken bullishe Lagerdaten aus den USA den Aufwärtstrend. Laut dem Branchenverband API fielen die landesweiten Rohölvorräte massiv um 11,1 Millionen Barrel. Dieser Rückgang wird vor allem auf die jüngsten Winterstürme zurückgeführt, welche die Produktion und Importe in weiten Teilen der USA beeinträchtigten. Da diese Zahlen weit unter den Erwartungen der Analysten liegen, stützen sie die Preise im Vorfeld der offiziellen Regierungsdaten (DOE), die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Diese Entwicklung kehrt den Trend der letzten Tage um und führt am heutigen Mittwochmorgen zu einem spürbaren Anstieg der Heizölpreise im Vergleich zum Vortag.