Die Ölpreise erreichten am Donnerstag neue Höchststände, bevor sie am Freitagmorgen leicht nachgaben. Dieser morgendliche Rückgang ist primär auf vorsorgliche Verkäufe der Anleger vor dem für Sonntag geplanten OPEC+-Treffen zurückzuführen.
Die Ruhe bleibt jedoch brüchig. Der Iran hat für dieses Wochenende Militärmanöver in der Straße von Hormus angekündigt, einer Region, durch die 20 % des weltweiten Rohöls transportiert werden. Diese Ankündigung ist eine Reaktion auf das Ultimatum von Donald Trump, der Teheran mit einer Militäroffensive droht, falls keine neuen Atomverhandlungen aufgenommen werden.
Das globale Angebot bleibt unter Druck: Die Produktion in Kasachstan kehrt nur mühsam zu ihrem normalen Rhythmus zurück, und der schwache Dollar stützt die Nachfrage. In diesem spannungsgeladenen Umfeld dürfte die OPEC+ am Wochenende die Beibehaltung ihrer Förderkürzungen für den Monat März bestätigen.
Der gestrige Preisanstieg wird durch den heutigen morgendlichen Rückgang noch nicht kompensiert, weshalb die Heizölpreise im Vergleich zum Vortag weiterhin eine steigende Tendenz aufweisen.

