Heizöl-Info vom 3. März

Der geopolitische Sturm wütet weiter an den Energiemärkten und treibt die Kurse auf neue Höchststände. Am Dienstagmorgen hat der Preis für ein Barrel Brent erneut die psychologisch wichtige Marke von 80 Dollar überschritten, angetrieben durch eine beispiellose Eskalation im Nahen Osten.

Die wichtigste Nachricht kommt aus Teheran: Der Iran hat die Straße von Hormus offiziell für die internationale Schifffahrt gesperrt. Die iranischen Behörden warnten, dass jedes Schiff, das versuche, die Passage zu erzwingen, als Ziel betrachtet werde. Diese Drohung wird nach den Angriffen auf vier Öltanker am Vortag sehr ernst genommen. Die Exporte durch diesen strategischen Knotenpunkt sollen bereits um 75 % eingebrochen sein – von normalerweise 16 Millionen auf nur noch 4 Millionen Barrel pro Tag.

Der Konflikt lähmt nicht nur den Transport, sondern trifft nun auch direkt die Produktion. In Katar, dem weltgrößten Produzenten von Flüssigerdgas (LNG), wurde die Produktion an mehreren Standorten nach Angriffen eingestellt, woraufhin QatarEnergy „höhere Gewalt“  geltend machte. In Israel wurden die Gasfelder Leviathan und Karish aus Sicherheitsgründen ebenfalls gestoppt. Auch im Nordirak haben mehrere Ölgesellschaften ihre Anlagen vorübergehend stillgelegt.

Angesichts dieser Lage revidieren Analysten ihre Prognosen massiv. Sollte die Blockade von Hormus andauern, schließen Experten von Wood Mackenzie oder Bernstein nicht aus, dass der Ölpreis auf 100 bis 150 Dollar pro Barrel hochschnellen könnte. Donald Trump warnte zudem, dass die „große Welle“ des US-Angriffs erst noch bevorstehe, was auf einen längeren Konflikt hindeutet, als die ursprünglich genannten vier Wochen.

Dieser rasant steigende Trend an den internationalen Märkten lässt für diesen Dienstagmorgen einen weiteren deutlichen Anstieg der Heizölpreise im Vergleich zu gestern erwarten.