Die Ölpreise setzen ihren Anstieg am Donnerstag den dritten Tag in Folge fort, angetrieben durch eine erneute verbale Eskalation zwischen Washington und Teheran. Donald Trump bekräftigte seine Drohungen einer militärischen Intervention und verwies auf laufende Militäraktionen in Richtung der Region, um den Iran zu einem neuen Atomabkommen zu zwingen. Da Teheran diese Forderungen entschieden zurückwies, reagierten die Märkte prompt. Investoren befürchten nun, dass ein Konflikt den Transit durch die Straße von Hormus beeinträchtigen könnte – einen entscheidenden Nadelöhr, durch das etwa 20 % des weltweiten Rohölverbrauchs fließen.
Zusätzlich stört die anhaltende Kältewelle in den USA weiterhin die Öl-Logistik, während in Kasachstan das Wiederhochfahren des Tengiz-Feldes nur schrittweise vorankommt. Zudem ließ die US-Notenbank (Fed) am Mittwochabend die Leitzinsen unverändert und bestätigte damit die Robustheit der US-Wirtschaft, was die Nachfrageaussichten weiter stützt.
Der Trend bei den Heizölpreisen bleibt daher am Donnerstagmorgen aufwärtsgerichtet, befeuert durch die Unsicherheit im Nahen Osten und die winterlichen klimatischen Bedingungen.

