Heizöl-Info vom 27. Februar

Die Woche endet in einem Klima extremer Nervosität. Nach einem Donnerstag, der von spektakulärer Volatilität geprägt war – wobei die Preise nach einer Panikreaktion sprunghaft anstiegen, bevor sie wieder nachgaben –, versuchen sich die Märkte an diesem Freitagmorgen zu stabilisieren.

Das Augenmerk bleibt auf Genf gerichtet, wo die dritte Runde der indirekten Gespräche zwischen Washington und Teheran ohne größeren Durchbruch zu Ende ging, jedoch mit der Ankündigung neuer Gespräche in Wien ab Montag. Auch wenn die Hoffnung auf eine diplomatische Lösung fortbesteht, bleiben die Anleger wachsam: Die USA schließen einen gezielten Militärschlag zur Eindämmung des iranischen Atomprogramms weiterhin nicht aus. Die Gefahr einer massiven Störung in der Straße von Hormus hält die Risikoprämie auf das Barrel hoch.

Parallel dazu blickt der Markt auf das für diesen Sonntag geplante OPEC+-Treffen. Die Allianz dürfte im Prinzip eine schrittweise Erhöhung ihrer Produktion (um ca. 137.000 Barrel pro Tag) ab April bestätigen. Obwohl diese Aussicht theoretisch preisdrückend wirkt, könnte ihre Auswirkung durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten begrenzt werden.

Nachdem die internationalen Kurse gestern Abend gefallen waren, ziehen sie heute Morgen wieder leicht an. Infolgedessen zeigen die Heizölpreise an diesem Freitagmorgen eine steigende Tendenz.