Heizöl-Info vom 26. Januar

Die neue Woche beginnt mit einer deutlichen Aufwärtstendenz. Eine extreme Kältewelle, die gleichzeitig die USA und Europa fest im Griff hat, überlagert derzeit alle anderen Marktfaktoren. Dieser Klimaschock hat bereits zu Produktionsunterbrechungen in Texas und Oklahoma geführt und gleichzeitig den Heizöl- und Gasverbrauch massiv in die Höhe getrieben. In Europa schrumpfen die Gasreserven in Rekordgeschwindigkeit und sind bereits unter die 50 %-Marke gefallen, was die Nervosität der Anleger im gesamten Energiesektor verstärkt.

Zu diesen klimatischen Bedingungen kommt ein weiterhin bewegtes geopolitisches Umfeld hinzu. Obwohl die Gefahr eines Handelskonflikts mit Europa nach dem Treffen in Davos vorerst gebannt scheint, hat Donald Trump die Spannungen im Nahen Osten neu entfacht. Seine Äußerungen über die Entsendung einer Marine-„Armada“ in den Persischen Golf zur Überwachung des Irans haben die Rohölpreise sofort unter Druck gesetzt. Während das kasachische CPC-Terminal nach Reparaturen den Betrieb wieder aufgenommen hat, bleibt die Produktion auf dem riesigen Tengiz-Feld aufgrund von „höherer Gewalt“ weiterhin eingeschränkt, was das kurzfristige Angebot zusätzlich verknappt.

Diese Kombination von Faktoren stützt am Montagmorgen den Aufwärtstrend bei den Heizölpreisen. Für den weiteren Wochenverlauf bleibt der Markt eng an die Wetterprognosen und die kommenden diplomatischen Signale aus Washington gebunden.