Heizöl-Info vom 26. Februar

Der heutige Donnerstag dürfte für die Ölmärkte entscheidend werden, da alle Blicke auf Genf gerichtet sind, wo die indirekten Gespräche zwischen Washington und Teheran fortgesetzt werden. In Erwartung eines klaren Signals suchen die Kurse heute Morgen nach einer Richtung – hin- und hergerissen zwischen belastenden US-Statistiken und einer geopolitischen Spannung, die nicht nachlässt.

Gestern bestätigten die offiziellen Zahlen des US-Energieministeriums (DOE) einen massiven Anstieg der Rohölvorräte in den USA (+12,4 Millionen Barrel), der größte Zuwachs seit 2023. Unter normalen Umständen würde ein solches Überangebot die Preise einbrechen lassen, doch die drohende Gefahr eines bewaffneten Konflikts im Nahen Osten dient derzeit als Sicherheitsnetz.

Als Zeichen der allgemeinen Besorgnis bereiten sich die Nachbarländer des Irans auf das Schlimmste vor. Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate und der Irak haben ihre Exporte und ihre Produktion in diesem Monat deutlich gesteigert. Sie versuchen, so viel Rohöl wie möglich außerhalb der Reichweite einer potenziellen Sperrung der Straße von Hormus zu lagern. Sollten die Verhandlungen heute scheitern, würde das Risiko eines US-Militärschlags gegen iranische Anlagen sofort wieder akut werden, was die Rohölpreise kurzfristig über 70 Dollar treiben könnte.

Vorerst bleibt die Lage stabil, weshalb die Heizölpreise am Donnerstagmorgen eine Tendenz zum Gleichgewicht oder sogar einen ganz leichten Rückgang aufweisen.