Die Ölmärkte verzeichnen am Mittwochmorgen einen leichten Rückgang nach einem sehr volatilen Handelstag. Dieser Rücksetzer ist primär auf die jüngsten Daten des API-Instituts zurückzuführen, die einen massiven Anstieg der US-Rohölvorräte (+11,4 Millionen Barrel) ausweisen. Dieser deutlich über den Erwartungen liegende Zuwachs belastet die Weltmarktpreise, obwohl die Bestände an Benzin und Diesel parallel dazu gesunken sind.
Die geopolitische Lage bleibt jedoch äußerst angespannt. Am Vorabend der Wiederaufnahme der Atomgespräche in Genf verschärfte US-Präsident Donald Trump in seiner Rede zur Lage der Nation den Ton: Er bekräftigte seine harte Linie und erklärte, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen dürfe, während der militärische Druck im Golf sichtbar aufrechterhalten wird. Gleichzeitig hat Großbritannien sein bisher umfangreichstes Sanktionspaket gegen den russischen Energiesektor geschnürt, das insbesondere die „Schattenflotte“ von Tankern ins Visier nimmt.
Ein weiterer stützender Faktor ist das Wetter: Der Nordosten der USA sieht sich mit einem historischen Wintersturm konfrontiert. Auch wenn diese extreme Kälte die Rohölförderung nicht direkt beeinflusst, lässt sie die Nachfrage nach Heizöl steigen, was den Preisverfall bei raffinierten Produkten vorerst begrenzt.
Der gestern Abend verzeichnete Kursrückgang ermöglicht am heutigen Mittwochmorgen ein leichtes Abwärtspotenzial bei den Heizölpreisen im Vergleich zu Dienstagmorgen.

