Heizöl-Info vom 23. März

Der Ölmarkt startet unter Hochspannung in die neue Woche. Nach einer kurzen Atempause am Freitag ziehen die Kurse an diesem Montagmorgen wieder an, befeuert durch neue direkte Drohungen aus Washington.

Am Samstag richtete der US-Präsident eine klare Warnung an Teheran: Der Iran hat 48 Stunden Zeit, die Straße von Hormus wieder vollständig für die internationale Schifffahrt zu öffnen. Andernfalls drohen die Vereinigten Staaten mit der Zerstörung der iranischen Kraftwerke. Teheran reagierte umgehend mit der Behauptung, die Meerenge sei weiterhin „offen“ und der Rückgang des Schiffsverkehrs sei lediglich auf Versicherungsprobleme zurückzuführen. Gleichzeitig drohte der Iran, im Falle eines Angriffs US-amerikanische und israelische Infrastrukturen in der Region ins Visier zu nehmen.

Um die Inflation zu bremsen, hat Washington die Sanktionen für iranisches Öl, das sich bereits auf Tankern auf See befindet, vorübergehend aufgehoben. Unterdessen bekräftigte IEA-Chef Fatih Birol an diesem Montag, dass die Agentur bereit sei, bei Bedarf weitere strategische Reserven freizugeben. Er erinnerte jedoch daran, dass diese Maßnahmen nur Übergangslösungen seien und nur die physische Öffnung der Straße von Hormus den Markt dauerhaft stabilisieren könne.

Dass die Preise an diesem Morgen nicht noch heftiger in die Höhe schießen, liegt daran, dass einige Händler noch hoffen, Trumps Ultimatum könne den Iran zum Einlenken zwingen. Dennoch ist die Unsicherheit absolut. Analysten warnen, dass eine erneute Eskalation die Marke von 120 Dollar (die letzte Woche fast erreicht wurde) in einen bloßen Preissockel verwandeln könnte, zumal die Frachtraten für bestimmte Routen im Golf explodieren.

Der Trend an diesem Montagmorgen zeigt eindeutig nach oben, sodass mit einem deutlichen Anstieg der Heizölpreise zu rechnen ist.