Heizöl-Info vom 23. Januar

Die Handelswoche geht mit einem kontrastreichen Bild zu Ende, nachdem die Preise gestern eine deutliche Korrektur erfuhren. Während die Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und Europa um Grönland zunächst für Beruhigung gesorgt hatte, verlagerte sich die Aufmerksamkeit abrupt auf das reichliche Angebot. Die jüngsten offiziellen US-Lagerbestandsdaten (DOE) zeigten einen massiven und unerwarteten Anstieg der Rohöl- und Benzinvorräte, was die Einschätzung eines derzeit weitgehend gesättigten Marktes bestätigt.

Dieser Abwärtstrend wurde jedoch gestern Abend durch neue Erklärungen von Donald Trump in Davos gebremst. Der US-Präsident verschärfte erneut den Ton gegenüber dem Iran und erwähnte die Entsendung einer bedeutenden Flotte in den Persischen Golf als Reaktion auf die politische Lage in Teheran. Diese erneuten geopolitischen Spannungen wirkten sich unmittelbar auf die Kurse aus und begrenzten den durch die Überschussvorräte verursachten Preisverfall.

Am heutigen Freitagmorgen folgen die Heizölpreise einem nunmehr abwärtsgerichteten Trend. Der deutliche Rückgang an den internationalen Märkten vom Vortag macht einen Teil der Anstiege dieser Woche wieder wett. Dennoch bleibt der Markt in Alarmbereitschaft: Zwischen einem weit überhöhten weltweiten Angebot und einer Situation im Nahen Osten, die jederzeit eskalieren kann, werden die Preise in den kommenden Tagen volatil bleiben.