Die neue Woche beginnt im Zeichen der Ungewissheit und einer Abwärtskorrektur an den Weltmärkten. Dieser Rückgang erklärt sich aus einer Mischung aus anhaltenden geopolitischen Spannungen und neuen Unruhen in der US-Handelspolitik.
Einerseits keimt diplomatische Hoffnung auf, da für diesen Donnerstag die Wiederaufnahme der Gespräche über das iranische Atomprogramm in Genf angekündigt wurde. Obwohl die Positionen von Washington und Teheran nach wie vor weit auseinanderliegen, reduziert diese Aussicht die Risikoprämie auf das Barrel leicht. Dennoch bleibt die Drohung einer US-Militärintervention im Hintergrund präsent und stützt die Kurse.
Andererseits wird der Markt durch die Situation um die US-Strafzölle verunsichert. Nachdem der Oberste Gerichtshof die vorherigen Abgaben aufgehoben hatte, reagierte Donald Trump am Wochenende mit der Einführung neuer Zölle in Höhe von 15 %. Diese rechtliche und handelspolitische Instabilität beunruhigt die Anleger, da sie das globale Wirtschaftswachstum und damit die Ölnachfrage bremsen könnte.
Zudem wird an der US-Ostküste ein Wintersturm erwartet. Während dieser die weiter südlich gelegene Ölförderung kaum beeinträchtigen dürfte, könnte er kurzfristig die Nachfrage nach Heizöl ankurbeln.
Die Kombination aus sinkenden internationalen Kursen und einem technischen Rückgang nach den Höchstständen der letzten Woche gibt positive Signale. Am heutigen Montagmorgen starten die Heizölpreise mit Abschlägen im Vergleich zu Freitag in den Tag.

