Heizöl-Info vom 22. Januar

Die Überraschung kam diesen Mittwoch aus Davos: Donald Trump vollzog eine 180-Grad-Wende und zog seine Drohungen mit Strafzöllen gegen Europa zurück. Nach einem Treffen mit dem NATO-Generalsekretär sprach der US-Präsident von einem Rahmenabkommen über Grönland und die Arktis. Damit räumte er das Risiko eines Handelskrieges aus dem Weg, das schwer auf den weltweiten Wirtschaftsaussichten lastete. Diese unerwartete diplomatische Entspannung sorgt für Erleichterung an den Märkten, auch wenn die Details der Vereinbarung noch unter Verschluss gehalten werden.

Trotz dieser Beruhigung an der Handelsfront kletterten die Ölpreise gestern auf ein hohes Niveau. Mehrere Faktoren begünstigen diesen Aufwärtstrend: ein massiver Produktionsausfall in Kasachstan (aufgrund von „höherer Gewalt“) sowie die anhaltenden Spannungen in Russland, wo Drohnenangriffe den Betrieb der Raffinerien stören.

Diese bewegte Nachrichtenlage schlägt sich am Donnerstagmorgen in einem weiteren Anstieg der Heizölpreise nieder, der an die Tendenz von gestern anknüpft. Während das Ende der Zolldrohungen langfristig eine gute Nachricht für die Wirtschaft ist und den Trend umkehren könnte, sorgt die aktuelle Nervosität wegen internationaler Produktionsausfälle dafür, dass der Preisdruck vorerst bestehen bleibt.