Heizöl-Info vom 20. Januar

Während die Handelsspannungen zwischen den USA und Europa auf der Marktstimmung lasten, sorgen neue Signale aus China am heutigen Dienstag für ein Gegengewicht bei den Ölpreisen. Peking hat ein umfangreiches Konjunkturprogramm im Wert von rund 72 Milliarden Dollar angekündigt, um private Investitionen und den Konsum anzukurbeln. Für die Anleger ist eine kräftigere Erholung Chinas gleichbedeutend mit einer höheren Rohölnachfrage, was die Preise trotz der diplomatischen Unsicherheiten rund um die Grönland-Frage stützt.

In Europa bleibt das wirtschaftliche Klima hingegen zwiespältig. Während der ZEW-Index zeigt, dass Experten für das Jahr 2026 überraschend optimistisch sind und darin einen möglichen Wendepunkt sehen, verzeichnen die Börsen teils deutliche Verluste. Die Investoren befürchten, dass ein neuer Zollstreit diese beginnende Dynamik bremsen könnte. Alle Augen richten sich nun nach Davos, wo die Ankunft von Donald Trump die Sorgen entweder zerstreuen oder die Verschärfung der transatlantischen Beziehungen bestätigen könnte.

Für den Schweizer Binnenmarkt führt diese Dualität aus chinesischen Hoffnungen und europäischen Befürchtungen am Morgen zu einem leichten Anstieg der Heizölpreise. Die Tarife bleiben jedoch durch stabile Frachtraten auf dem Rhein und den Schweizer Franken, der seine Rolle als „sicherer Hafen“ spielt, begrenzt. Die Konsumenten verharren in einer Abwartestellung, da die Ergebnisse der Gespräche auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos entscheidend für den Trend der nächsten Tage sein werden.