Heizöl-Info vom 2. März

Der Ölmarkt steht an diesem Montagmorgen unter Schock. Nach einer massiven militärischen Eskalation am Wochenende im Nahen Osten sind die Preise zu Handelsbeginn förmlich explodiert und haben den höchsten Stand seit über einem Jahr erreicht.

Am Samstagmorgen starteten Israel und die USA eine großangelegte Militäroperation gegen den Iran. Teheran bestätigte am Sonntag den Tod seines obersten Führers, Ajatollah Ali Chamenei, infolge dieser Angriffe. Als Vergeltung reagierte der Iran mit Angriffen auf mehrere Schiffe in der Region, was zu einer faktischen Blockade der Straße von Hormus führte. Auch wenn Teheran die Meerenge nicht offiziell gesperrt hat, ist die Unsicherheit so groß, dass Schifffahrtsriesen wie MSC und Maersk alle Passagen in der Zone ausgesetzt haben.

Diese Blockade lähmt den Transit eines Fünftels des weltweiten Ölverbrauchs. Analysten befürchten einen „Doppelschock“: Nicht nur die aktuellen Exporte sind unterbrochen, sondern auch die Reservekapazitäten der OPEC+ (vor allem in Saudi-Arabien und den Emiraten) sind hinter der Meerenge blockiert. In diesem Zusammenhang erschien der am Sonntag gefasste Beschluss der OPEC+, die Produktion ab April um 206.000 Barrel pro Tag zu erhöhen, unbedeutend und hatte keinerlei Einfluss auf die Beruhigung der Preise.

Donald Trump sprach von einer Intervention, die „vier bis fünf Wochen“ dauern könnte, während Experten davor warnen, dass der Ölpreis bei einer länger anhaltenden Blockade oder der Verlegung von Seeminen rasch die symbolische Marke von 100 Dollar überschreiten könnte.

Infolgedessen sind die Auswirkungen unmittelbar und massiv. Die Heizölpreise verzeichnen an diesem Montagmorgen einen historischen Anstieg im Vergleich zu Freitag, was die enorme geopolitische Risikoprämie widerspiegelt, die sich an den Weltmärkten festgesetzt hat.