Die Handelswoche beginnt mit einer deutlichen Entspannung der Ölpreise, nachdem das Wochenende Anzeichen einer Deeskalation zwischen Washington und Teheran brachte. Donald Trump sprach von „ernsthaften Gesprächen“ mit dem Iran, während sich auch der iranische Präsident Massud Peseschkian für die Diplomatie aussprach. Dieser Tonwechsel nach Wochen der Überbietung führt zu einem Sinken der geopolitischen Risikoprämie und einer Verkaufswelle an den Weltmärkten.
Parallel dazu bestätigte die OPEC+ am Sonntag die Beibehaltung ihrer aktuellen Strategie: Die Pause bei der Förderanhebung wird für den Monat März verlängert. Die Allianz bleibt angesichts regionaler Unsicherheiten und Prognosen eines langfristigen Überangebots vorsichtig. Obwohl die Gruppe weiterhin über bedeutende Reservekapazitäten verfügt, zieht sie es vor, ihre nächste Sitzung am 1. März abzuwarten, um über eine mögliche Erhöhung der Volumina ab April zu entscheiden.
Weitere Faktoren verstärken diesen Abwärtstrend am Montagmorgen: Die Kältewelle in den USA schwächt sich ab, was das Risiko größerer Ausfälle verringert, während der feste Dollar die Kaufkraft der Importeure belastet. An den Finanzmärkten sind die technischen Indikatoren auf Rot gesprungen, was nach den Höchstständen der letzten Woche einen starken Verkaufsstrom bestätigt.
Für den Schweizer Binnenmarkt ist diese Kehrtwende bedeutend. Die Heizölpreise verzeichnen am Montagmorgen im Vergleich zum Freitagsschluss deutliche Abschläge.

