Heizöl-Info vom 2. April

In einer mit Spannung erwarteten nächtlichen Rede an die Nation hat der US-Präsident seinen Ton radikal verschärft. Mangels einer sofortigen Einigung mit Teheran drohte er damit, die iranische Energieinfrastruktur und die Ölfelder direkt ins Visier zu nehmen. Diese Ankündigung markiert einen Wendepunkt: Sollten diese Anlagen zerstört werden, wäre die Produktionskapazität der Region dauerhaft geschwächt, selbst im Falle einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus. Der Markt, der zuvor auf ein baldiges Ende des Konflikts gesetzt hatte, musste seine Erwartungen überhastet korrigieren, was zu einem spektakulären Kurssprung bei Brent und WTI führte.

Die Truppenbewegungen bestätigen diesen Eskalationswillen. Die USA verlegen den Flugzeugträger USS George H.W. Bush als Ersatz für die Gerald R. Ford sowie A-10-Kampfflugzeugstaffeln, die auf die Bodenunterstützung spezialisiert sind. Diese Verstärkungen legen nahe, dass die Option einer Bodenoperation, insbesondere zur Übernahme der Kontrolle über die strategische Ölinsel Kharg, vom Pentagon weiterhin ernsthaft in Betracht gezogen wird.

Auch vor Ort spitzt sich die Lage weiter zu. Ein weiterer Öltanker wurde vor der Küste von Katar von einer iranischen Rakete getroffen, was bestätigt, dass Teheran gezielt den Schiffsverkehr der Nachbarländer angreift. Nach ersten Schätzungen von Reuters ist die OPEC-Produktion im März bereits um 7,3 Millionen Barrel pro Tag eingebrochen, ein unfreiwilliger Rückgang, der auf die vollständige Blockade der Straße von Hormus zurückzuführen ist.

Die gestern veröffentlichten US-Lagerbestandsdaten (DOE) wurden von diesen Ereignissen vollständig in den Schatten gestellt. Der ICE Gasoil-Kontrakt verzeichnete in der Nacht einen seiner historisch höchsten Stände, was auf eine beginnende Panik bei den raffinierten Produkten hindeutet.

Infolgedessen verzeichnen die Heizölpreise an diesem Morgen einen signifikanten Anstieg im Vergleich zu gestern.