Heizöl-Info vom 19. Januar

Die neue Handelswoche beginnt für den Ölmarkt mit einer unerwarteten Belastung: der Drohung neuer US-Strafzölle gegen Europa. Donald Trump hat am Wochenende mit seiner Forderung nach einem Kauf Grönlands für Aufsehen gesorgt und acht europäische Länder, darunter Deutschland und Frankreich, mit Sanktionen belegt, sollten sie sich dem Vorhaben widersetzen. Die Aussicht auf einen neuen Handelsstreit zwischen den USA und der EU drückt auf die Kurse, da ein solcher Konflikt das globale Wirtschaftswachstum bremsen und damit die Ölnachfrage verringern könnte.

Gleichzeitig bleibt die Lage im Nahen Osten instabil. Zwar schien ein Militärschlag gegen den Iran in der vergangenen Woche zugunsten neuer Sanktionen abgewendet, doch US-Diplomaten betonen weiterhin, dass alle Optionen offenbleiben. Diese Mischung aus handelspolitischen Sorgen und geopolitischen Risiken hält die Anleger in Alarmbereitschaft, während heute das Weltwirtschaftsforum in Davos beginnt. Trumps Anwesenheit in der Schweiz wird mit Spannung erwartet, um weitere Hinweise auf seine künftige Diplomatie- und Wirtschaftspolitik zu erhalten.

Auf dem Binnenmarkt zeichnet sich am Montagmorgen noch keine klare Richtung für die Heizölpreise ab. Während die angekündigten Strafzölle die Preise aus Sorge vor einer schwächeren Nachfrage tendenziell nach unten ziehen könnten, verhindern die anhaltenden geopolitischen Risiken derzeit eine deutliche Abwärtsbewegung.