Heizöl-Info vom 18. März

Der Ölmarkt scheint sich nach dem massiven Druck der letzten Tage endlich zu stabilisieren. Obwohl die fundamentale Lage weiterhin vom Krieg dominiert wird, ermöglichen mehrere Entspannungssignale an diesem Mittwochmorgen einen leichten Rückgang der Kurse; der Brent-Preis pendelt sich um die 100-Dollar-Marke ein.

Die wichtigste Nachricht des Morgens kommt aus Bagdad. Nach monatelanger Blockade haben der Irak und die Region Kurdistan eine Einigung zur Wiedereröffnung der Kirkuk-Ceyhan-Pipeline erzielt. Diese strategische Leitung, die täglich bis zu 410.000 Barrel in die Türkei transportieren kann, bietet eine wertvolle Alternative zur gelähmten Straße von Hormus. Die Wiederaufnahme der Lieferströme ist für heute 10:00 Uhr (Ortszeit) geplant, was Anlegern, die nach physischem Angebot suchen, sofortige Erleichterung verschafft.

Entgegen den Erwartungen meldete der Branchenverband API zudem einen starken Anstieg der Rohölbestände in den USA (+6,6 Millionen Barrel). Auch wenn diese Zahlen angesichts der geopolitischen Krise oft relativiert werden, tragen sie dazu bei, die Aufwärtsdynamik zu bremsen, da sie auf eine leicht nachlassende Raffinerienachfrage hindeuten.

Militärische Eskalation und anhaltende Instabilität: Trotz der Atempause bei den Preisen bleibt die Lage vor Ort explosiv. Washington hat seine Angriffe intensiviert, um iranische Raketenstellungen zu zerstören, die den Schiffsverkehr bedrohen. Zudem schürt der bestätigte Tod von Ali Laridschani, einer Schlüsselfigur der iranischen Verteidigung, die Angst vor noch härteren Vergeltungsschlägen Teherans gegen die Ölinfrastruktur. Experten gehen davon aus, dass sich der Markt nun auf einem hohen Preisplateau zwischen 95 und 110 Dollar eingependelt hat, solange die Schifffahrt nicht gesichert ist.

Für die Heizölpreise beginnt der Tag recht günstig und folgt einem weitgehend stabilen Trend.