Die Ölpreise sind gestern im Tagesverlauf aufgrund zunehmender geopolitischer Nervosität gestiegen, bevor sie sich am Dienstagmorgen stabilisierten. Die Anleger reagierten auf die Ankündigung iranischer Militärmanöver in der Straße von Hormus, einer strategischen Zone für den weltweiten Rohöltransit, während gleichzeitig ein zweiter US-Flugzeugträger in die Region entsandt wurde.
Der Markt wartet derzeit gespannt auf die Verhandlungen, die heute in Genf beginnen. Zwei wichtige Dossiers stehen auf der Tagesordnung: das iranische Atomprogramm und die Friedensgespräche für die Ukraine (unter Beteiligung russischer und amerikanischer Delegationen). Während einige Analysten, wie jene der Citi, bei diplomatischen Abkommen einen Preissturz bis zum Sommer für möglich halten, bleibt die Skepsis kurzfristig groß, da die von den jeweiligen Seiten gestellten Bedingungen weiterhin sehr fest sind.
Auf der Angebotsseite befeuert die OPEC+ Gerüchte über eine Produktionssteigerung ab April. Diese Perspektive belastet zusammen mit den Prognosen der IEA, die für 2026 einen Ölüberschuss ankündigt, die Kurse und begrenzt vorerst einen nachhaltigen Preisanstieg.
Der gestern an den internationalen Börsen verzeichnete Anstieg beginnt sich nun auf die Heizölpreise niederzuschlagen, die am Dienstagmorgen ein Aufwärtspotenzial im Vergleich zu Montag zeigen.

