Heizöl-Info vom 16. März

Der Ölmarkt startet unter Druck in die neue Woche. Die Preise ziehen am Montagmorgen wieder an, wobei Brent seine Position über der 100-Dollar-Marke festigt. Die militärische Eskalation am Wochenende überschattet die internationalen Bemühungen zur Stabilisierung des Angebots.

Die Spannungen verschärften sich am Samstag mit US-Luftangriffen auf iranische Militäranlagen auf der Insel Kharg, dem wichtigsten Exportterminal Teherans. Obwohl die Ölinfrastruktur vorerst verschont blieb, drohte Donald Trump damit, diese direkt anzugreifen, sollte der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus weiterhin behindert werden. Im Gegenzug droht der Iran mit der Zerstörung aller mit den USA in Verbindung stehenden Energieanlagen in der Region. Parallel dazu wurde der strategisch wichtige Hafen von Fujairah (VAE) Ziel von Drohnenangriffen, was zu einer vorübergehenden Einstellung des Betriebs führte, bevor dieser am Sonntag wieder aufgenommen werden konnte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) hat die Details für ihre Rekordfreigabe von 400 Millionen Barrel präzisiert. Während die Länder im Raum Asien-Ozeanien sofort mit der Einspeisung beginnen, werden Europa und die USA die Reserven erst Ende März freigeben. Obwohl diese Maßnahme einen willkommenen Puffer bietet, betont die IEA, dass die einzige dauerhafte Lösung die Wiederöffnung der Straße von Hormus bleibt, deren Blockade den größten Versorgungsschock der Geschichte verursacht.

Investoren fürchten nun eine physische Zerstörung der Produktionsinfrastruktur, was Millionen von Barrel dauerhaft, und nicht nur vorübergehend, vom Markt nehmen würde. Dieses Risiko eines strukturellen Versorgungsabbruchs begünstigt den Aufwärtstrend der Preise.

Infolgedessen starten die Heizölpreise nach einem bereits angespannten Wochenende mit einem Plus in diesen Montagmorgen.