Die diplomatische Entspannung zwischen den USA und dem Iran verfestigt sich und führt zu einer logischen Korrektur der Ölpreise. Nachdem Donald Trump das Ende der Gewalt gegen iranische Demonstranten bestätigt hat, rückt die Gefahr einer Militärintervention in weite Ferne, was den Aufwärtstrend beruhigt. Zwar hält Washington den Druck durch neue, gezielte Sanktionen gegen iranische Verantwortliche aufrecht, doch werden diese Maßnahmen als weitaus weniger störend für die weltweite Versorgung eingestuft als ein offener Konflikt.
Gleichzeitig bestätigen weitere Signale, dass der Markt gut versorgt ist. Die USA haben erste Verkäufe von venezolanischem Öl im Wert von 500 Millionen Dollar getätigt, während sie in der Karibik weiterhin Schiffe beschlagnahmen, die gegen internationale Regeln verstoßen. Diese Strategie erlaubt es Washington, die Handelsströme zu kontrollieren und dieses Rohöl schrittweise wieder in den Markt zu integrieren. Zudem deuten die Langfristprognosen der US-Energiebehörde (EIA) darauf hin, dass das weltweite Angebot bis 2027 deutlich über der Nachfrage bleiben wird – ein Faktor, der schwer auf der Stimmung der Investoren lastet.
Die gestern begonnene Phase der Beruhigung setzt sich fort und führt am heutigen Morgen zu einer Stabilisierung der Heizölpreise.

