Heizöl-Info vom 15. Januar

Donald Trumps beschwichtigende Äußerungen zum Iran haben den sechstägigen Preisanstieg an den Ölmärkten beendet und zu einer sofortigen Entspannung geführt. Während eine US-Militärintervention zuvor unmittelbar bevorzustehen schien, überraschte der US-Präsident die Anleger mit der Aussage, dass die Gewalt gegen Demonstranten im Iran aufgehört habe. Dieser abrupte Tonwechsel beruhigte die Märkte hinsichtlich der Versorgungsstabilität im Nahen Osten und löste einen Rückgang der Rohölpreise aus.

Parallel dazu lasten nun weitere Faktoren auf den Notierungen. Offizielle US-Statistiken zeigen, dass die Ölbestände den höchsten Stand seit 2021 erreicht haben, was ein reichliches Angebot bestätigt. Zudem verstärkt die Wiederaufnahme der Förderung und Exporte in Venezuela nach der Annäherung zwischen Washington und Caracas die Einschätzung eines gut versorgten Marktes. Auch wenn die OPEC einen Optimismus an den Tag legt, der im krassen Gegensatz zu den Überschussprognosen für 2026 steht, bleibt der aktuelle Trend von einer notwendigen Korrektur nach dem jüngsten Preissprung geprägt.

Diese diplomatische Beruhigung schlägt sich am Donnerstagmorgen in einer abwärtsgerichteten Tendenz bei den Heizölpreisen nieder. Nach der starken Volatilität des Vortages geben die Endverbraucherpreise nach, getragen von Verkaufssignalen an den Weltmärkten. Auch wenn die geopolitische Lage fragil bleibt und weiterhin ständige Beobachtung erfordert, hat der unmittelbare Preisdruck vorerst nachgelassen.