Die neue diplomatische Offensive von Donald Trump gegen die Handelspartner Irans erschüttert die Ölmärkte und sorgt für zusätzliche Spannungen bei den Preisen. Mit der Ankündigung von Strafzöllen in Höhe von 25 % für jedes Land, das Geschäfte mit Teheran tätigt, zielt der US-Präsident indirekt auf China ab, den Hauptabnehmer iranischen Rohöls. Diese drohende Handelsreise, kombiniert mit der Ungewissheit über eine mögliche Militärintervention im Iran und ukrainischen Angriffen auf russische Infrastrukturen, hält die Weltmarktpreise trotz Anzeichen eines langfristigen Überangebots unter Druck.
Auf der Angebotsseite bleibt das Bild gegensätzlich: Während die OPEC-Produktion im Dezember Schwächen zeigte, beschleunigen sich die Vorbereitungen für den Export von venezolanischem Öl in die USA. Dennoch sorgen sich Investoren nun um die Auswirkungen der neuen Sanktionen auf die weltweite Nachfrage, insbesondere falls Peking mit Gegenmaßnahmen reagiert. Dieser diplomatische Machtkampf zwischen den beiden größten Volkswirtschaften schürt unter Analysten die Angst vor unmittelbaren Lieferunterbrechungen aus dem Nahen Osten.
Diese neuen internationalen Spannungen führen zu einem Anstieg der Heizölpreise, der jedoch durch die Stärke des Schweizer Frankens abgemildert wird. Obwohl die US-Lagerbestände vor der Veröffentlichung der offiziellen Zahlen genau beobachtet werden, ist es vor allem die Positionierung des Weißen Hauses, die den aktuellen Trend bestimmt.

