Die Ölpreise schicken sich an, diesen Freitag die zweite Woche in Folge mit einem Minus abzuschließen. Dieser Rückgang ist vor allem auf die diplomatische Entspannung zwischen den USA und dem Iran zurückzuführen. Donald Trump schätzte ein, dass die Verhandlungen etwa einen Monat dauern könnten, was die Anleger beruhigt: Das Risiko eines unmittelbaren Angebotsschocks oder eines Militärschlags scheint für die kommenden Wochen erst einmal in weite Ferne gerückt zu sein.
Verschiedene Marktberichte haben diesen Abwärtstrend zusätzlich verstärkt. Der jüngste Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) zeichnete ein eher trübes Bild und wies auf einen massiven Anstieg der weltweiten Ölreserven hin. Zudem belasteten die Sorgen vor einem erneuten Teil-Shutdown der US-Regierung sowie der Kurssturz bei Technologieaktien gestern Abend die Stimmung an den Märkten.
Dennoch gibt es Faktoren, die einen gewissen Druck aufrechterhalten. China plant für März Rekordmengen an saudischem Rohöl zu importieren, um von den Preissenkungen des Königreichs zu profitieren. Gleichzeitig beeinträchtigt der Ukraine-Krieg weiterhin die russische Produktion, nachdem erneute Drohnenangriffe zu einem Produktionsstopp in einer wichtigen Raffinerie in Wolgograd führten.
Der deutliche Preissturz an den Weltbörsen vom Donnerstagnachmittag sorgt zusammen mit günstigen technischen Faktoren für sinkende Heizölpreise am Freitagmorgen im Vergleich zu gestern.

