Heizöl-Info vom 12. Februar

Die Ölpreise stabilisieren sich am Donnerstagmorgen, nachdem sie gestern ihre bisherigen Höchststände der Woche erreicht hatten. Diese Atempause folgt auf Äußerungen von Donald Trump nach seinem Treffen mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu. Der US-Präsident betonte seine Präferenz für eine Verhandlungslösung mit dem Iran und dämpfte damit die unmittelbaren Sorgen vor einer militärischen Eskalation, auch wenn der Ton für den Fall eines Scheiterns der Gespräche scharf bleibt.

Der Markt bleibt jedoch hin- und hergerissen. Einerseits stützten Meldungen über ukrainische Drohnenangriffe auf eine russische Raffinerie sowie die Beschlagnahmung von Tankern durch die indische Küstenwache am Mittwoch die Kurse. Andererseits zeigen die Fundamentaldaten Wirkung: Der offizielle DOE-Bericht bestätigte steigende US-Rohölvorräte, während OPEC und EIA weiterhin einen Angebotsüberschuss für die kommenden Monate prognostizieren. Die Anleger warten nun auf den Monatsbericht der IEA, der heute Vormittag veröffentlicht wird, um ihre Prognosen zu präzisieren.

Wirtschaftlich gesehen stützt der robuste US-Arbeitsmarkt zwar die Nachfrage, stärkt aber auch den Dollar, was das Aufwärtspotenzial für Rohöl mechanisch begrenzt. Vor der Veröffentlichung der US-Inflationsdaten am Freitag, einem Schlüsselfaktor für den künftigen Zinskurs der Fed, dominiert daher die Vorsicht.

Die Situation zeigt sich am Donnerstagmorgen ausgeglichen. Der leichte Rückgang an den Weltbörsen seit gestern Abend stoppt den Aufwärtstrend. Infolgedessen bleiben die Heizölpreise im Vergleich zu Mittwochmorgen stabil.