Heizöl-Info vom 12. März

Der Ölmarkt wird am heutigen Donnerstag von einer neuen Panikwelle erschüttert. Während man auf Entspannung gehofft hatte, ziehen die Preise nun wieder heftig an: Ein Barrel Brent flirtet erneut mit der symbolischen 100-Dollar-Marke und fegt damit die kurze Beruhigung vom Wochenbeginn komplett weg.

Teheran hat seine Angriffe intensiviert und zielt nun direkt auf Schiffe außerhalb der Straße von Hormus. In irakischen Gewässern wurden zwei Öltanker in Brand gesetzt, und der Ton verschärft sich weiter: Das iranische Militärkommando warnte die USA, dass der Ölpreis auf 200 Dollar pro Barrel steigen könnte, sollte die regionale Sicherheit nicht wiederhergestellt werden. Diese Strategie zielt eindeutig darauf ab, einen massiven globalen Wirtschaftsschock auszulösen.

Als Zeichen einer besorgniserregenden Ausweitung des Konflikts hat der Oman die präventive Evakuierung seines wichtigsten Ölterminals, Mina Al Fahal, angeordnet. Bisher diente dieser Hafen als alternative Exportroute, da er außerhalb der Straße von Hormus liegt. Seine potenzielle Schließung nach Drohnenangriffen auf andere omanische Häfen blockiert einen der letzten sicheren Exportwege der Region und isoliert die Ölversorgung aus dem Golf noch weiter.

Die IEA hat die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den Notreserven bestätigt (davon 172 Millionen aus den USA). Doch entgegen allen Erwartungen ignorierte der Markt diese Ankündigung. Investoren sind der Ansicht, dass diese Reserven nicht ausreichen werden, um eine dauerhafte Lähmung der Region auszugleichen, insbesondere wenn die Transportinfrastruktur physisch zerstört wird.

Die Atempause vom Dienstag ist damit bereits vorbei. Aufgrund dieser extremen Spannungen und der steigenden internationalen Kurse verzeichnen die Heizölpreise an diesem Donnerstagmorgen einen deutlichen Anstieg.