Heizöl-Info vom 11. März

Der Ölmarkt bleibt am Mittwoch extrem volatil, hin- und hergerissen zwischen dem realen Rohölmangel und dem politischen Willen, die Preise zu dämpfen.

Um dem Höhenflug der Kurse entgegenzuwirken, erwägt die Internationale Energieagentur (IEA) die größte Freigabe ihrer strategischen Reserven in der Geschichte. Dieser Notfallplan könnte die 182 Millionen Barrel, die im Jahr 2022 freigegeben wurden, sogar noch übertreffen. Diese Ankündigung wirkt wie ein Sicherheitsventil für die Märkte, auch wenn Experten davor warnen, dass dies nur eine vorübergehende Lösung ist, die die Blockade der Straße von Hormus nicht behebt.

Darüber hinaus gibt es widersprüchliche Signale beim Angebot. Einerseits sind die US-Bestände (API) in dieser Woche stärker als erwartet gesunken, was auf einen sehr angespannten Markt hindeutet. Andererseits ist der gestern veröffentlichte Monatsbericht der EIA (der US-Statistikbehörde) deutlich alarmierender: Er revidiert die Preisprognosen nach oben und bestätigt, dass die weltweite Produktion aufgrund des Konflikts um mehr als 6 % eingebrochen ist. In der Golfregion herrscht Verwirrung: Washington gab kurzzeitig bekannt, einen Tanker eskortiert zu haben, zog diese Meldung aber später zurück, ein Beispiel für den „Nebel des Krieges“, der die Schifffahrt in der Region derzeit umgibt.

Die Erklärungen von Donald Trump über ein „sehr nahes“ Ende des Konflikts drücken weiterhin auf die Kurse, doch Vorsicht bleibt geboten. Obwohl die Preise gegenüber den Höchstständen vom Montag zurückgegangen sind, deuten der fehlende echte Dialog zwischen Washington und Teheran sowie die Ausweitung der militärischen Operationen darauf hin, dass die Krise noch lange nicht vorbei ist.

Heute Morgen entspannt sich die Lage leicht. Nach den starken Rückgängen am gestrigen Abend bleiben die Heizölpreise zu Beginn des Tages stabil. Die Volatilität ist jedoch nach wie vor hoch, und jede neue Meldung kann den Trend innerhalb weniger Minuten wieder umkehren.